Reihenmittelhäuser: Anstieg um 7,0 % in Oberbayern, Bayerntrend verzeichnet ein Plus von 2,9 %

Reihenmittelhäuser legen auch in München um 5,1 % zu

Das IVD-Marktforschungsinstitut hat für Oberbayern die Preisentwicklung bei Reihenmittelhäusern (Bestandsobjekte, guter Wohnwert, ca. 120 m² Wohnfläche; im Preis ist keine Garage enthalten) untersucht. „Schon im Herbst 2005“ so Prof. Stephan Kippes vom IVD-Institut in München „aber auch für das Frühjahr 2006 sind hier wieder Anstiege des Preisniveaus für Reihenmittelhäuser festzustellen. Oberbayern zieht mit einem Plus von 7,0 % am stärksten an, gefolgt von München mit 5,1 %. Im Bayerntrend steigen die Preise im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,9 %.“

Betrachtet man die Preisentwicklung der letzten 10 Jahre, erreichte das Preisniveau für Reihenmittelhäuser in Oberbayern im Herbst 1995 mit 338.000 € einen Höchststand. Nach einem Abfall der Preise bis auf 311.000 € (Herbst 1997, Frühjahr 1998) erholten sich die Preise und lagen im Herbst 2000/Frühjahr 2001 mit 330.000 € auf dem zweiten Höchststand. Seitdem war der Trend rückläufig und im Frühjahr 2005 wurde mit 299.000 € ein Tiefpunkt erreicht. Der im Herbst ermittelte Wert von 326.000 € konnte sich im Frühjahr 2006 (320.000 €) zwar nicht halten, liegt aber immer noch weit über dem Vorjahreswert.
Im Preisvergleich bayerischer Städte und Gemeinden mit hohem Preisniveau dominieren die Gemeinden rund um München. An erster Stelle liegt Gräfelfing mit 423.000 €. In München kostet dieser Objekttyp 410.000 €. Die Seen-Gebiete reihen sich mit Starnberger Stadt (380.000 €) und Schondorf am Ammersee (370.000 €) ein.

Weit unter dem Bayernschnitt (247.000 €) befinden sich die bayerischen Orte mit niedrigem Preisniveau, wie z.B. Schweinfurt (Unterfranken, 145.000 €), Kulmbach (Oberfranken, 135.000 €) sowie Bergtheim (Unterfranken, 110.000 €).

Im Bayerntrend zogen die Preise ab Herbst 2005 (251.000 €) wieder an. Im Vergleich dazu gaben sie im Frühjahr 2006 mit 247.000 € etwas nach, liegen aber im Jahresvergleich um +2,9 % über dem Vorjahreswert.

In den bayerischen Großstädten gab es im Frühjahr 2001 mit 272.000 € einen Höhepunkt. Dann sanken die Preise bis auf 259.000 € im Herbst 2005. Im Frühjahr 2006 lag der Wert für diesen Objekttyp mit 260.000 € marginal unter dem Vorjahreswert.

Der Durchschnittswert in den bayerischen Mittelstädten unterliegt seit Herbst 2000 einem kontinuierlichen Rückgang. Hier wurde im Herbst 2005 mit einem Preis von 202.000 € der tiefste Wert im 10-Jahresvergleich ermittelt. Der Frühjahrwert liegt mit 205.000 € wieder leicht darüber, im Vergleich zum Vorjahreswert bedeutet dies aber noch ein Minus um 1,0 %.
Insgesamt ist festzustellen, dass Reihenmittelhäuser traditionell deutlich weniger Schwankungen unterliegen, als etwa Geschossbauten. Das liegt in dem vielerorts knappen Baugrund begründet, wodurch sich das Angebot bei Reihenmittelhäusern nur sehr bedingt ausdehnen lässt.
 
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