IVD-Neujahrsempfang - CSU-Landesgruppen-Vorsitzender Alexander Dobrindt: „ein Bestellerprinzip bei Kaufobjekten ist nicht sinnvoll“

IVD Süd Vorsitzender Erik Nothhelfer: „ein fundierter Sachkundenachweis für die Immobilienwirtschaft sollte bald eingeführt werden“

Beim traditionellen Neujahrsempfang des IVD Süd, der dieses Jahr schon zum 24. Mal stattfand, konnte der IVD Süd rund 170 geladene Gäste begrüßen. Hauptredner des Abends war der Vorsitzende der CSU im Bundestag, Alexander Dobrindt. Im Mittelpunkt der Ansprache von Erik Nothhelfer standen Fragen der Wohnungspolitik.

In der sehr gut besuchten Veranstaltung am Nockherberg in München nahmen die Mitglieder des Verbands sowie zahlreiche geladene Gäste am traditionellen Neujahrsempfang des IVD Süd teil. Der Neujahrsempfang ist die im Jahresverlauf erste Leitveranstaltung des größten IVD Regionalverbands. Sie bietet neben dem Rückblick auf das vergangene Jahr einen ersten Ausblick auf die kommenden zwölf Monate.

Gleichzeitig wurde auf dieser Veranstaltung das große Jubiläum „50 Jahre IVD-Marktforschung“ begangen. Die IVD-Marktforschung im Süden, aber auch im IVD Bundesverband, geht auf die bayerische RDM-Marktforschung und hier wiederum auf das Jahr 1969 zurück. Initiator war der langjährige und sehr verdienstvolle Geschäftsführer des heutigen IVD-Instituts Dipl.-Volkswirt Erwin Sailer. „Im Frühjahr des Jahres 1969 wurde“, so der Vorsitzende des IVD Süd, „der erste Marktbericht von Dipl.-Volkswirt Erwin Sailer als Ergebnis der Beratungen des damaligen RDM-Fachausschusses für Immobilien angefertigt. Seit 1995 wurde die Marktforschungsarbeit von Dipl.-Volkswirt Erwin Sailer von seinem Nachfolger Prof. Stephan Kippes fortgesetzt. Nach dem Testlauf im Jahr 1969 erscheinen die bayerischen Marktberichte seit 1970, d.h. bereits seit einem halben Jahrhundert regelmäßig - ein stolzes Jubiläum.“

Klar abgelehnt hat der Vorsitzende der CSU im Bundestag, Alexander Dobrindt, in seiner Rede das sogenannte Bestellerprinzip beim Immobilienkauf, wonach die Maklerprovision faktisch nur noch vom Verkäufer und nicht mehr auch noch vom Käufer bezahlt würde: „Ein Bestellerprinzip bei Immobilienverkäufen wird den vielschichtigen und regional sehr unterschiedlichen Marktgegebenheiten nicht gerecht. Daher lehnen wir dies als CSU klar ab.“

Anlässlich des Neujahrsempfangs des IVD Süd in München kritisierte der IVD-Vorsitzende Erik Nothhelfer, dass kein Fachkundenachweis, sondern nur eine extrem karge Fortbildungsverpflichtung beschlossen wurde. „Die Fortbildungsverpflichtung für Makler ersetzt den von uns seit Jahren vehement geforderten Sachkundenachweis. Damit hat die Politik wieder eine Chance vertan, einem wichtigen Wirtschaftsbereich die notwendige gesetzliche Grundlage zu geben. Das Gesetz zur Einführung einer Berufszulassungsregelung für gewerbliche Immobilienmakler und Wohnimmobilienverwalter vom 17. Oktober 2017 sieht nur noch eine Fortbildungsverpflichtung in geringem Umfang vor. Innerhalb von drei Jahren sind 20 Weiterbildungsstunden zu absolvieren. Das ist lächerlich, das ist gar nichts.“

Alexander Dobrindt griff die Kritik des Vorsitzenden des IVD Süd Erik Nothhelfer am nicht zustande gekommenen Fachkundenachweis auf und sagte er verstehe, dass der Branche ein Fachkundenachweis wichtig sei, um Qualität sichtbar zu machen. Er werde das Thema noch einmal prüfen.

Erik Nothhelfer stellte heraus, dass derjenige, der Mietwohnungen schaffen und anbieten möchte, nicht von zu viel staatlichen Maßnahmen davon abgehalten werden darf. „Wer soll übrigens künftig noch Wohnraum zur Verfügung stellen? Kein privater Investor will sich das antun: Erst mit hoher Grunderwerbsteuerlast kaufen, dann staatlich gedeckelt vermieten, sich als Vermieter stigmatisieren lassen, laufend einseitig den Makler bezahlen und beim Verkauf dessen Leistung alleine honorieren. Vielleicht auch noch die Grundsteuer selber tragen? Was kann noch getan werden, um billig Wählerstimmen zu kaufen? All dies schmälert die Rendite bei gleichzeitig steigendem Risiko. Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist Vermietung schon vor einiger Zeit uninteressant geworden. Wer will ernsthaft eine Mietrendite von 3 % erzielen, wenn allein die Abschreibung schon 2 % beträgt?“

Bei der Reform der Grundsteuer plädierte Alexander Dobrindt für ein bürokratiearmes sogenanntes „Süd-Modell“, das sich an den leicht zu ermittelnden Grundstücks- und Gebäudeflächen orientiert.

Der Vorsitzende der CSU im Bundestag begrüßte, dass die Grunderwerbsteuer in Bayern, wie auch in Sachsen bei 3,5 % belassen wurde. Er betonte darüber hinaus: „Wer privat eine Immobilie für den Eigenbedarf erwirbt, soll bei der Grunderwerbssteuer entlastet werden. Dafür halten wir Freibeträge für Erwachsene und Kinder beim erstmaligen Erwerb von Wohneigentum für den richtigen Weg. Eigentumsbildung darf nicht durch zu hohe Kaufnebenkosten belastet werden.“

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