PN 05 - IVD-Preisspiegel Baden-Württemberg: Immobilienpreise speziell in Mannheim, Karlsruhe, Ulm und Heilbronn weiter im

29.01.2019 Stuttgart im Vergleich zu den Vorjahren moderatere Preiszuwächse

Der IVD Süd hat auf einer Pressekonferenz am 29.01.2019 in Stuttgart den traditionellen „Immobilienpreisspiegel Baden-Württemberg Herbst 2018“ vorgestellt. Der Bericht gibt Auskunft über aktuelle Preise auf dem Immobilienmarkt in Baden-Württemberg. Der Immobilienpreisspiegel kann im IVD-Onlineshop auf www.ivd-sued-shop.de erworben werden. „Trotz einer gefühlten Abkühlung der Dynamik auf dem Wohnimmobilienmarkt in Baden-Württemberg, bestätigt die Herbst-Erhebung des IVD Süd weiterhin einen Anstieg der Kaufpreise, jedenfalls bei der Analyse der Großstädte in Baden-Württemberg", so Prof. Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts. "Bei der Betrachtung der Mietpreise können erste stagnierende Tendenzen beobachtet werden."

Im Halbjahresvergleich zwischen Frühjahr und Herbst 2018 sind die stärksten Anstiege der Kaufpreise bei Reihenmittelhäusern und Eigentumswohnungen (beide Bestandsobjekte) gemessen worden. Dabei liegen die Kaufpreiszuwächse im Durchschnitt der baden-württembergischen Großstädte bei +3,7 % bzw. +3,6 %.

Betrachtet man die Entwicklung der Kaufpreise in den Großstädten im 5-Jahresvergleich, "weisen Neubauwohnungen mit +38,9 % die höchste Teuerungsrate auf. Gebrauchte Eigentumswohnungen landen bei den Kaufpreisen mit einem Plus von 37,7 % knapp dahinter", so Prof. Stephan Kippes. Die Anstiege beziehen sich jeweils auf den Durchschnitt der baden-württembergischen Großstädte (Stuttgart, Freiburg, Heidelberg, Mannheim, Karlsruhe, Reutlingen, Ulm, Heilbronn und Pforzheim) und Objekte mit gutem Wohnwert.

Bei den untersuchten Großstädten stiegen die Kaufpreise in den Marktsegmenten Neubau- und Bestandswohnungen im 5-Jahresvergleich in Mannheim und in Stuttgart am stärksten. Neubauobjekte verteuerten sich etwa um die Hälfte (Mannheim +48,9 %, Stuttgart +50,6 %). Zwischen 2013 und 2018 legten Bestandsobjekte in Mannheim um knapp drei Viertel des Kaufpreises (+64,1 %) zu und in Stuttgart um +57,1 % (alle Angaben beziehen sich auf Objekte mit gutem Wohnwert).

Der Mietmarkt in Baden-Württemberg ist ebenso von Preissteigerungen betroffen, diese fallen im Halbjahresvergleich etwas gedämpfter aus. Vereinzelt sind stagnierende Preise und Preisrückgange gemessen worden.

Im 5-Jahresvergleich kann im Durchschnitt der Großstädte bei Bestandsmietwohnungen eine Steigerung von +17,7 % und bei neuerrichteten Mietwohnungen von +15,2 % registriert werden (alle Angaben beziehen sich auf Mietobjekte mit gutem Wohnwert). Somit geht die Schere zwischen den Kauf- und Mietpreisen weiter auseinander.

Die Unterschiede bei den Preiszuwächsen zwischen den baden-württembergischen Großstädten sind im Mietmarkt stärker ausgeprägt als im Kaufmarkt. Besonders starke Mietzuwächse bei Bestandswohnungen verzeichnen für den Zeitraum seit 2013 Mannheim (+33,5 %), Freiburg (+24,4 %), Reutlingen (+22,5 %) und Stuttgart (+21,1 %).

Marktentwicklungen in ausgewählten Großstädten

Heidelberg Die Preissteigerungen am Heidelberger Kaufmarkt für Wohnimmobilien setzen sich weiter fort. Angesichts des gestiegenen Zuzugs nach Heidelberg seit 2016 wird die Wohnraumproblematik in der Stadt noch brisanter. Derzeit stehen viele Bau- und Entwicklungsprojekte in Heidelberg auf der Agenda.

Der Druck auf dem Mietwohnungsmarkt bleibt bestehen. 1- bis 2-Zimmer-wohnungen in innerstädtischen Lagen sind angesichts der hohen Studentenzahlen besonders gefragt, allerdings auch extrem knapp.

Mannheim Mannheim erlebt seit Jahrzehnten einen Strukturwandel, der sich auch auf den Wohnimmobilienmarkt auswirkt. Dieser ist stärker in Bewegung gekommen und heterogener geworden. Die Stadt wird attraktiver und lebendiger. Der Schwerpunkt der Bautätigkeit liegt in Mannheim insbesondere beim Abriss und sich daran anschließenden Neubau in besten Wohnlagen sowie bei Umwandlungen in Wohneigentum.

Die stärkeren Preiszuwächse sind speziell bei einfachen Wohnlagen und bei Objekten mit einfacher Ausstattung gemessen worden.

Karlsruhe Der Wohnimmobilienmarkt kennt in Karlsruhe seit Jahren nur eine Richtung: nach oben. Die positive wirtschaftliche Entwicklung, der robuste Arbeitsmarkt und die Attraktivität der Stadt bieten gute Rahmenbedienungen für den Immobilienmarkt. Die Preiszuwächse auf dem Kaufmarkt sind weiterhin hoch.

Der Mietwohnungsmarkt ist in Karlsruhe stark angespannt. Durch die steigende Zahl der Studenten und den Zuzug der Fachkräfte für die angesiedelten Technologieunternehmen wird die Mietraumnachfrage zusätzlich erhöht. Somit ist die Nachfrage deutlich größer als das Angebot, mit der Folge, dass die Mietpreise trotz politischer Eingriffe weiter steigen, auch im Hinblick auf die mangels passender Neubaugebiete rückläufige Bautätigkeit.

Freiburg Der Freiburger Immobilienmarkt ist vielschichtig und wird hauptsächlich vom Wohnungsmarkt dominiert, speziell auch aufgrund seiner eher jüngeren Bevölkerungsstruktur. Im Bereich Wohnungen findet derzeit der wesentliche Teil an Bautätigkeit statt.

Insgesamt ist die Kaufbereitschaft weiterhin hoch. Innerstädtische und zentrale Lagen sind extrem begehrt. Die Zahl der Kauffälle ist konstant bis leicht rückläufig, je nach Segment. Sofern Rückgänge zu verzeichnen sind, ist das eher dem knappen Angebot als einer schwindenden Nachfrage zuzuschreiben.

Am Mietwohnungsmarkt wirkt sich die Knappheit nicht in demselben Umfang auf das Preisniveau aus. Die Mieten wachsen langsamer als die Kaufpreise. Im Herbst 2018 ist das Mietniveau tendenziell stabil bis leicht fallend.

Heilbronn Die stetige Bevölkerungszunahme in Heilbronn beeinflusst den Immobilienmarkt immens. Die Attraktivität der Stadt ist einerseits auf die Einbettung Heilbronns in die wirtschaftlich starke und dynamische Region zurückzuführen, andererseits auf ihre zunehmende Wandlung zur Hochschul- und Universitätsstadt mit steigenden Studentenzahlen. Der Aufwärtstrend bei den Kaufpreisen ist zwar speziell in der Kernstadt zu beobachten, allerdings sind auch weitere Stadtteile betroffen.

Die Nachfrage nach den klassischen Bedarfsimmobilien wie Eigentumswohnungen, Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern sowie Studenten- und Singlewohnungen ist ungebrochen und übersteigt das Angebot in allen Marktsegmenten. Um der Nachfrage gerecht zu werden, hat sich die Bautätigkeit in Heilbronn intensiviert, es entstehen Neubaugebiete, bestehende Wohngebiete werden ausgeweitet und neue sind in Planung. Von der Beruhigung des Immobilienmarktes, die mancherorts festzustellen ist, ist nichts spürbar.

Pforzheim Nach langer Rezession findet wieder eine rege Bautätigkeit in Pforzheim statt. Auch eine teils mit öffentlichen Fördermitteln finanzierte Sanierung und Modernisierung älterer Bestandsgebäude kann verstärkt beobachtet werden.

Nachdem der Immobilienmarkt in Pforzheim seine Dynamik in den vergangenen Jahren wiedergefunden hat, wird nun wieder in Eigentumswohnungen, insbesondere in den guten bis sehr guten Lagen, investiert.

Die Nachfrage nach günstigem Mietwohnraum ist in Pforzheim nach wie vor groß. Aufgrund der Mietanstiege hat sich die Fluktuation auf dem Mietmarkt deutlich reduziert. Stärkere Mietzuwächse bei Neuvermietungen können derzeit seltener beobachtet werden.

Stuttgart Die Preiszuwächse sowohl bei Stuttgarter Kauf- als auch Mietobjekte werden in der Herbst-Erhebung bestätigt, allerdings kann eine leichte Tendenz zu abgeschwächten Preisanstiegen im Vergleich zu Vorjahren gemessen werden.

Anders als im gehobenen Marktsegment ist der Nachfragedruck im unteren und mittleren Preissegment aktuell deutlich höher.

Angesichts des hohen Preisniveaus in der Landeshauptstadt wird die Region Stuttgart immer gefragter, was einen Anstieg der Immobilienpreise in der Peripherie nach sich zieht.

Auf dem Mietwohnungsmarkt besteht aktuell ein starker Angebotsmangel bei kleineren Wohnungen in der Größenordnung bis maximal 70 m². Hier hat sich der Markt zugunsten der vermehrten Errichtung größerer Wohnungen in den vergangenen Jahren ausgedünnt.

Download PN 05 als PDF-Datei

Prof. Dr. Stephan Kippes
Tel. 089 / 29 08 20 - 13
Fax 089 / 22 66 23
E-Mail: presseivd-sued.net

Ansprechpartner


Nicole Seidel
Tel.: 089 / 29 08 20 - 21
Fax: 089 / 22 66 23
E-Mail

IVD-Werbe- und Partnerkonzept

Ihre Kunden sind Immobilienmakler, Verwalter, Bauträger, Sachverständige und weitere Immobilien-Professionals, dann präsentieren Sie sich und Ihre Angebote auf den IVD-Kongressen oder in den IVD-Publikationen und profitieren dabei von einem zielgruppengenauen Kundenumfeld.

Alle Werbemöglichkeiten haben wir in diesem Folder zusammengefasst. Die Veranstaltungstermine finden Sie nachstehend.

Bei Rückfragen sind wir nur einen Telefonhörer entfernt.


Anprechpartner
Nicole Seidel
089 / 29 08 20 21

 

seidelivd-sued.net

Seminarbroschüre 2019 hier als Download

IVD-Shop

IVD Marktberichte Bayern

Wohnimmobilien Kaufobjekte - Wohnimmobilien Mietobjekte - Gewerbeimmobilien Office/Retail + Rendite/Investment

IVD RegionalReporte

Allgäu - Bodensee - Nürnberg-Erlangen-Fürth - Münchner Umland

IVD CityReporte

Groß- und Mittelstädte in Baden-Württemberg und Bayern

IVD Preisspiegel Baden-Württemberg und Bayern

Wohn- und Gwerbeimmobilien