PN 35 - IVD-Institut präsentiert Passantenfrequenzzählung 2019 für die Münchener Innenstadt

25.06.2019 Top-Einkaufsadressen die Kaufingerstraße und der Karlsplatz bleiben konstant, Sendlinger Straße holt auf

Das Marktforschungsinstitut des IVD Süd e.V. hat am 25.06.2019 auf einer Pressekonferenz die aktuelle IVD-Passantenfrequenzzählung für die Münchner Innenstadt präsentiert. Die aktuelle Marktanalyse kann über www.ivd-sued.net bestellt werden. "Zu den Top-Einkaufsadressen zählen in München nach wie vor die Kaufingerstraße und der Karlsplatz", so Prof. Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts. "Die Sendlinger Straße holt nach der Umgestaltung langsam aber sicher auf, von Rang 9 im Jahr 2017 zu Rang 5 im Jahr 2019.“

In der aktuell durchgeführten Zählung wurde am Karlsplatz die höchste Lauffrequenz gemessen. Durchschnittlich passierten hier 6.470 Personen den Messpunkt. Dieser gilt insofern als Maximalwert für den IVD-Frequenz-Quotient.

Die zentrale Aussage der Passantenfrequenzzählung liegt nicht in der Frequenzzahl an sich, sondern in der Relation der Frequenz an den Messpunkten. Für Investitionsentscheidungen empfiehlt es sich weitere Untersuchungen am Mikrostandort, d.h. direkt im Umfeld des jeweiligen Ladens durchzuführen. Da Einflüsse wie Wetter, Wochentag oder Veranstaltungen die Resultate teilweise stark beeinflussen können, ist nur ein bedingter Vergleich der Passantenzahlen über die Jahre möglich. Insofern wird der IVD-Frequenz-Quotient verglichen, der die Werte an den verschiedenen Messpunkten in Relation setzt.

Platz 2 belegt in der aktuellen Untersuchung die Neuhauser Straße bis hin zum Karlstor (Stachus) mit einem IVD-Frequenz-Quotienten von 0,92. Die Passanten-Frequenz pro Stunde lag bei 5.967 Personen.

Die direkt vom Marienplatz ausgehende Rosen- und Weinstraße sowie das Tal bewegen sich auf nahezu gleichem Niveau. Eine deutlich geringere Frequentierung ist hingegen in der Dienerstraße festzustellen, die ebenfalls direkt vom Marienplatz ausgeht.

Die Rosenstraße platziert sich mit einem IVD-Frequenz-Quotienten von 0,60 auf Platz 3 und liegt mit 3.908 Passanten pro Stunde klar hinter den Top-Adressen Kaufingerstraße und Neuhauser Straße. Hauptsächlich fungiert der Standort mit unmittelbarem U- und S- Bahn-Anschluss als Durchgang zur Sendlinger Straße bzw. zum Rindermarkt mit einer daraus resultierenden hohen Passantenzahl. Trotzdem gewann die Rosenstraße in der Vergangenheit an Attraktivität, u.a. beeinflusst durch den Apple-Store und den umgebauten Sport-Schuster.

Mit einem IVD-Frequenz-Quotienten von 0,54 belegen die Weinstraße und das Tal auf Höhe der Hausnummer 10 gemeinsam Platz 4. Die Anzahl der Passanten lag pro Stunde bei 3.468 (Weinstraße) bzw. 3.520 (Tal 10). An beiden Messpunkten hat sich der IVD-Frequenz-Quotient von 0,62 im Jahr 2015 auf aktuell 0,54 verändert.

In der Weinstraße befindet sich derzeit eine Großbaustelle, die den Messwert beeinflusst haben könnte. Auf den Grundstücken Weinstraße 7 und 7a entsteht ein neues Geschäftshaus, in dem der FC Bayern 2020 einen großen Fan-Store sowie ein Boutique-Hotel eröffnen wird. Hier bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen der neue Store auf die Frequenz in der Weinstraße hat.

Die Erhebungsstandorte mit den höchsten IVD-Frequenz-Quotienten grenzen unmittelbar an den Marienplatz. Je weiter man sich vom Marienplatz entfernt, desto stärker lässt die Passanten-Frequenz nach.

Wie sich die Frequenzen auf- und abbauen, zeigen die in einer Linie verlaufenden Kaufingerstraße und das Tal. Auf der Achse Kaufingerstraße in Richtung Tal reduziert sich der IVD-Frequenz-Quotient deutlich. Beträgt beim Messpunkt Tal 10 der IVD-Frequenz-Quotient noch 0,54 (Platz 4), so fällt er im weiteren Verlauf bis auf 0,34 (Platz 8) beim Messpunkt Tal 33.

Auch in der Theatinerstraße ist dieser Trend festzustellen. Der in der Verlängerung zur Weinstraße liegende Messpunkt (Hausnummer 35) belegt mit einem IVD-Frequenz-Quotienten von 0,32 Platz 9 (2.085 Passanten/Stunde) und hat sich somit von der Weinstraße ausgehend fast halbiert.

In der Dienerstraße und deren Verlängerung hin zur Residenzstraße liegt der IVD-Frequenz-Quotient auf nahezu gleichem Niveau. Während in der Dienerstraße stündlich 2.485 Personen gezählt wurden (IVD-Frequenz-Quotient 0,38, Platz 6), lag die Anzahl in der Residenzstraße (Palais an der Oper) bei 2.328. Der IVD-Frequenz-Quotient liegt hier bei 0,36 (Platz 7).

Im Vergleich zur Weinstraße richtet sich das Angebot in der Dienerstraße an eine gehobenere Zielgruppe. So findet man hier eher höherpreisige Geschäfte wie den „Dallmayr“, „Das Manufactum Warenhaus“ sowie das „Palais an der Oper“. Die Weinstraße hingegen ist geprägt durch Läden wie den Arket Store oder H&M, COS und Tommy Hilfiger. Allerdings hat der Arket Store, der sich im Herbst 2017 neu einfand, zu keinem sichtbaren Anstieg der Passanten-Frequenz geführt.

In der Sendlinger Straße, die sich unmittelbar an die Rosenstraße anschließt, fand durch die Schaffung der Fußgängerzone im Jahr 2017 eine erhebliche Aufwertung statt, außerdem legte der Filialisierungsgrad zu, zahlreiche neue Stores fanden sich ein.

Mit der Umwandlung der Sendlinger Straße in eine Fußgängerzone und dem Bau der Hofstatt wurde in der Sendlinger Straße eine neue Flaniermeile und damit eine hohe Aufenthaltsqualität zwischen Sendlinger Tor und Marienplatz geschaffen. Vorwiegend präsentieren sich hier Geschäfte für eine junge Klientel mit gehobenem Anspruch wie beispielsweise Superdry oder auch das Brillen- und Modelabel Oakley. In jüngster Vergangenheit fanden sich hier zahlreiche neue Geschäfte ein. Dazu gehören Granit, ein schwedischer Design- und Lifestyleladen, Weekday, ein schwedisches Modelabel sowie Harman, eine Tochtergesellschaft von Samsung Electronics Co., Lt. Letztere eröffnete in München ihren ersten Flagship-Store Europas.

Spürbar ist diese Entwicklung auch im IVD-Frequenz-Quotienten, der in der Sendlinger Straße/Ecke Hackenstraße mit 0,45 deutlich im Vergleich zu 2015 (0,24) zugenommen hat. Somit reiht sich dieser Messpunkt auf Platz 5 der untersuchten Messpunkte ein. Allerdings trifft diese Entwicklung nicht auf die komplette Sendlinger Straße zu. Dies belegt auch der IVD-Frequenz-Quotient, der in der Sendlinger Straße 41 bei lediglich 0,31 (Platz 10) liegt.

Betrachtet man die Achse Rosenstraße bis hin zum Sendlinger Tor genau, zeigt die aktuelle Passanten-Frequenz-Analyse einen sukzessiven Abbau der Passantenzahl. In der Rosenstraße ergab die Messung 3.908 Personen pro Stunde und einen IVD-Frequenz-Quotienten von 0,60 (Platz 3). Bis hin zur Ecke Hackenstraße wurden 2019 2.913 Passanten registriert, was einem IVD-Frequenz-Quotienten von 0,45 (Platz 5) entspricht. Im weiteren Verlauf nimmt dieser Wert ab und liegt in der Sendlinger Straße 41 bei lediglich 1.997 gezählten Passanten pro Stunde bzw. einem IVD-Frequenz-Quotienten von 0,31 (Platz 10). Somit hat sich der Quotient auf der Achse Rosenstraße-Sendlinger Straße deutlich reduziert. Von der Rosenstraße 1-5 bis hin zur Sendlinger Straße 41 sogar halbiert.

In der Maximilianstraße spielen die Passanten-Frequenz und der IVD-Frequenz-Quotient aufgrund einer sehr exklusiven Klientel eine nur untergeordnete Rolle. Für Modeschöpfer wie Dior, Hermes oder Dolce & Gabbana ist die Edelmeile Münchens ein absolutes Muss. Mit einem IVD-Frequenz-Quotienten von 0,18 (1.160 Passanten/Stunde) bildet die Maximilianstraße/Ecke Alfons-Goppel-Straße das Schlusslicht der untersuchten Messpunkte.

Beginnend am Siegestor erstreckt sich die Leopoldstraße bis hin zum Mittleren Ring im Norden. Mit ihren breiten Straßen ist die Leopoldstraße die angesagteste Flaniermeile in Schwabing. Insbesondere zwischen Siegestor und Münchener Freiheit hat sich eine ausgiebige Gastronomiemeile mit trendigen Shops und Geschäften etabliert. Daher ist die Leopoldstraße gerade bei schönem Wetter ein beliebter Anlaufpunkt mit resultierender hoher Passanten-Frequenz. Außerdem ist die Leopoldstraße durch Geschäfte des alltäglichen Bedarfs geprägt. Neben zahlreichen Fashion-Läden und gastronomischen Angeboten ziehen sich durch das Straßenbild Supermärkte, Banken u.ä. Dies macht deutlich, dass die Leopoldstraße nicht zu der klassischen Einkaufsstraße wie etwa die Kaufingerstraße oder die Neuhauser Straße zu zählen ist, sondern auch als Versorgungsstraße für die Anwohner dient. Gemessen an der Lauffrequenz von durchschnittlich 1.586 Menschen bewegt sich die Leopoldstraße an vorletzter Stelle der 13 untersuchten Messpunkte. Der IVD-Frequenz-Quotient liegt bei 0,25. Dies macht noch einmal deutlich, dass die Leopoldstraße mit den Einkaufsstraßen in der Münchner Innenstadt nicht mithalten kann.

Die attraktivsten und zugleich umsatzstärksten Einkaufslagen in der Münchner Innenstadt sind die Kaufingerstraße, die Neuhauser Straße und die Sendlinger Straße. Gleichzeitig gehören sie zu den Top-Adressen mit der höchsten Passanten-Frequenz. Diese Lagen sind durch große Flagship-Stores und ein vielfältiges Sortiment geprägt und sind Anziehungsmagneten für Touristen und Kaufkunden. Lässt die Auswahl an Läden nach und spricht das vorhandene Angebot eher eine ausgewählte Klientel an, liegt die Passantenfrequenz meist im unteren Bereich.

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Prof. Dr. Stephan Kippes
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