PN 78 - IVD-RegionalReport für Nürnberg-Erlangen-Fürth: Fürth ist Spitzenreiter bei Kaufpreiszuwächsen für Wohnimmobilien im Halbjahresvergleich

19.09.2018 Speziell Baugrundpreise schnellen in die Höhe

Das IVD-Marktforschungsinstitut des IVD Süd e.V. hat den aktuellen "RegionalReport Nürnberg-Erlangen-Fürth Frühjahr 2018" vorgelegt. Der Marktbericht setzt sich umfassend mit dem Immobilienmarkt der Region auseinander und gibt Auskunft über aktuelle Preise und Markttrends, speziell in den Städten Nürnberg, Erlangen und Fürth. Der RegionalReport ist im IVD-Onlineshop unter www.ivd-sued-shop.de erhältlich.

"Der Trend zu kleineren Privathaushalten verfestigt sich. Demzufolge wird die Wohnungslücke in den mittelfränkischen Städten nicht nur durch das Wachstum der Einwohnerzahl größer, sondern speziell auch durch die Zunahme der Single-Haushalte", so Prof. Stephan Kippes, Leiter des IVD-Marktforschungsinstituts. In Mittelfranken führt eindeutig Nürnberg mit einem Anteil der Ein-Personen-Haushalte von 52,6 %, gefolgt von Erlangen mit 48,6 % und Fürth mit 45,5 % (Quelle: Statistisches Landesamt). "Unter Berücksichtigung dieses 'Haushaltsverkleinerungseffekts' sind sowohl politische Akteure als auch Projektentwickler gefragt, den Wohnungsneubau und -umbau anzukurbeln und passgenau zu steuern", so Prof. Stephan Kippes.

Wohnraum kostet immer mehr. Für den Erwerb eines Einfamilienhauses müssen die Käufer in Erlangen am meisten ausgeben. Statistisch gesehen, wird dafür im Durschnitt das 25-Fache des jährlich verfügbaren Einkommens benötigt, in Nürnberg das 22-Fache und in Fürth das 18-Fache.

"Die Preissteigerung bei freistehenden Einfamilienhäusern ist seit dem Jahr 2000 in Erlangen am höchsten, somit hat sich dieser Objekttyp um die Hälfte verteuert (+53 %)", so Prof. Stephan Kippes. "In Nürnberg liegt die Preissteigerung bei einem Drittel (+32 %) und in Fürth fällt diese am niedrigsten aus und beträgt gerade einmal ein Siebtel (+15 %)." Allerdings weist Fürth im kurzfristigen Halbjahresvergleich deutlich höhere Preiszuwächse bei Kaufimmobilien gegenüber den Vergleichsstädten auf.

Nürnberg

Immer weniger Objekte werden in Nürnberg immer kürzer zum Kauf angeboten. Auch wenn die Käufer heute preissensibler geworden sind, verzeichnen die Kaufpreise in Nürnberg auch im Frühjahr 2018 Anstiege, die allerdings moderater ausfallen als in der jüngsten Vergangenheit.

Im Halbjahresvergleich zwischen Herbst 2017 und Frühjahr 2018 weisen die Baugrundpreise für Geschossbauten mit +6,1 % den höchsten Anstieg auf. Im Segment Bestandsobjekte haben die Kaufpreise für Doppelhaushälften mit +3,4 % am deutlichsten angezogen, gefolgt von Reihenmittelhäuser mit +3,3 %. Im Neubaubereich wurden bei den Kaufpreisen für Eigentumswohnungen mit +4,3 % die stärkste Steigerungsrate ermittelt.

Der durchschnittliche Kaufpreis für ein freistehendes Einfamilienhaus liegt im Frühjahr 2018 bei 495.000 €, für eine Eigentumswohnung bei 2.530 €/m², für ein Reihenmittelhaus bei 373.000 € und eine Doppelhaushälfte bei 455.000 €. Alle Preise beziehen sich auf Bestandsobjekte mit gutem Wohnwert.

Erlangen

Im Vergleich der Städte Nürnberg, Erlangen und Fürth sind Wohnimmobilien in Erlangen am teuersten. Der Aufwärtstrend setzt sich auch im Frühjahr 2018 fort.

Im Halbjahresvergleich zwischen Herbst 2017 und Frühjahr 2018 nehmen die Baugrundpreise für freistehende Einfamilienhäuser mit +8,4 % und für Mehrfamilienhäuser mit +4,6 % am stärksten zu. Bei Wohnimmobilien verzeichnen Eigentumswohnungen (Bestand: +4 %, Neubau: +5 %), Doppelhaushälften (Bestand: +3,7 %, Neubau: +3,9 %) und gebrauchte Reihenmittelhäuser mit +3,8 % höchste Anstiege.

Im Frühjahr 2018 liegen die Kaufpreise in Erlangen wie folgt: für freistehende Einfamilienhäuser mit gutem Wohnwert im Durchschnitt bei 640.000 €, für Doppelhaushälften/Bestand bei 565.000 €, für Reihenmittelhäuser/Bestand bei 460.000 €. Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen/Bestand liegen bei durchschnittlich 2.830 €/m² und bei den neuerrichteten Eigentumswohnungen bei 3.830 €/m².

Fürth

Fürth profitiert von seiner unmittelbaren Nähe zu Nürnberg und Erlangen. Wem es in Nürnberg und Erlangen zu teuer ist, geht vielfach nach Fürth. Die Stadt wächst stetig. Auch der Immobilienmarkt zeigt sich sehr dynamisch, die Preisanstiege fallen klarer aus.

Die Baugrundpreise legten im Frühjahr 2018 in Fürth deutlich zu. Der Baugrund für freistehende Einfamilienhäuser verteuerte sich gegenüber Herbst 2017 um +5,4 % und für den Geschossbau um +7 %. Die Kaufpreisanstiege bei vielen Bestandsobjekten liegen im Halbjahresvergleich durchschnittlich zwischen +6 % und +7 %: Eigentumswohnungen und Reihenmittelhäuser nahmen um +6,4 %, Doppelhaushälften um +6,9 % zu. Neugebaute Reihenmittelhäuser verzeichneten einen massiven Anstieg von +13,2 %. Nur freistehende Einfamilienhäuser blieben auf einem nahezu konstanten Niveau.

Im Frühjahr 2018 werden in Fürth für ein freistehendes Einfamilienhaus 440.000 €, für eine Doppelhaushälfte/Bestand 405.000 € und für ein Reihenmittelhaus/Bestand 335.000 € (jeweils auf den guten Wohnwert bezogen) bezahlt. Das Kaufpreisniveau bei den Eigentumswohnungen/Bestand mit einem guten Wohnwert liegt bei 1.930 €/m² und bei den neuerrichteten Eigentumswohnungen bei 3.050 €/m².

Mietmarkt

Wie in allen Großstädten steigen auch in Nürnberg die Wohnungsmieten. Jedoch nicht in gleicher Relation wie die Kaufpreise. Preissteigerungen werden in der Regel bei Mieterwechsel in moderatem Rahmen vorgenommen. Auffällig ist, dass die Erstbezugsmieten kräftig gestiegen sind. Hier müssen monatlich 4 % mehr bezahlt werden als noch im Herbst 2017. Die Mieten bei Altbauwohnungen haben sich um +2,1 % verteuert und bei Bestandswohnungen verzeichnen diese einen Anstieg von +0,9 %.

In Erlangen ist Niveau der Mieten für Wohnimmobilien sehr hoch. Die Preise liegen deutlich über denen von Nürnberg und Fürth. Im Halbjahresvergleich hat sich die Miete für Altbauwohnungen in Erlangen um +1,6 % verteuert, für Bestandwohnungen um +0,4 % und Neubauwohnungen um +1,9 %.

Im Halbjahresvergleich wurden im Mietmarktsegment in Fürth deutlich steigende Mieten beobachtet, was an der gestiegenen Popularität der Stadt und wachsenden Einwohnerzahlen liegt. Altbauwohnungen weisen im Frühjahr 2018 einen Anstieg der Mieten um +3,7 % auf. Für Bestandswohnungen liegt der Zuwachs bei 4 % und Neubauwohnungen haben gegenüber Herbst 2017 +3,1 % zugelegt.

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